Sybille Pattscheck, Kunstakademie Münster, Studium, Ulrich Erben (Meisterschülerin), Förderpreis des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe, Arbeitsstipendium Kultusministeriums NRW Westdeutschen Künstlerbund

Sanguinische Malerei  "Als ich die Sanguinische Malerei entwickelte bestand meine Intention darin, Gegensätzlichkeiten in der Malerei miteinander zu versöhnen: Auf der einen Seite die dichte, sehr präsente Ölmalerei, auf der anderen Seite das zarte, flüchtige Aquarell bis hin zur Zeichnung.
Auf der Basis einer wässrigen Pigmentdispersion entstand eine kraftvolle, energiereiche, schwungvolle Malerei, die gekennzeichnet ist durch brillante Farbigkeit und impulsiven Pinselduktus. Eigentlich handelt es sich um eine Pinselzeichnung auf Leinwand, deren Farbauftrag dünn und deren Linie flüchtig und spontan ist.
Nach dem französischen Philosophen J.-F. Lyotard ist die Zeichnung aufgrund ihrer Unmittelbarkeit und Uranfänglichkeit (Höhlenzeichnungen) anderen Künsten vorgeordnet.
Schon 1996 bezieht sich Ulrich Schreiber in der Frankfurter Rundschau auf meine Ausstellung "Unterwegs" und spricht von der spielerischen, zeichnerischen Leichtigkeit meiner Malerei, die aber damals noch unmittelbar aus der Öltube erfolgte.
Dr. Olaf Cless erwähnt 1997 in den "Düsseldorfer Heften" die Sanguinische Malerei bezogen auf meine vielbeachtete Ausstellung "Schnee verwandelt sich in Blüten" im Heinrich-Heine-Institut Düsseldorf.
Die Themen, die ich in der Sanguinischen Malerei behandle entstammen zum einen der Mythologie (Malerische Interpretationen alter Meister nach Rubens und Delacroix) zum anderen dem rein Empirischen. Sie werden in Serien behandelt, und so lange wiederholt, bis das Sanguinische allmählich ermattet."

Eckart Roese